Thinc!onTour Berlin 2009
Freitag, 08.05. 2009
Am letzten Aprilwochenende im FSS 09 sind elf unserer thinc!er in der Gründerhauptstadt Berlin gemeinsam in die spannende Welt der Entrepreneure eingetaucht. Wir konnten uns von innovativen Unternehmern mitreißen und inspirieren lassen. Mit mehreren Start-Ups, jungen Unternehmern, guten Parties und ein wenig Kultur hatten wir uns ein straffes Programm vorgenommen und sollten eines der aufregendsten Wochenenden unseres Studiums erleben, bei dem wir uns die folgenden Start-Ups angeschaut haben.
Team Europe Ventures
Unseren ersten Termin hatten wir bei Team Europe Ventures in ihrem Office im Domaquaree am Berliner Dom. Nach kurzer Begrüßung durch zwei Mitgründer und den Chefredakteur von Gründerszene.de, ging es sofort zum Gespräch in lockerer Atmosphäre über.Team Europe hält über 60 aktive Beteiligungen an Internet und Mobile Start-Ups und betreibt mehrere eigene Gründungsprojekte.Ihr Geschäftsmodell zielt im Gegensatz zum klassischen Risikokapitalgeber darauf ab, schon in einem sehr frühen Stadium bei Unternehmen zu investieren und selber den Gründungsprozess mitzugestalten.
Gleichzeitig sind die Mitarbeiter von Team Europe ständig auf der Suche nach Ideen und Konzepten für Eigengründungen. Die entscheidenden Faktoren für ihren Erfolg stellen ihr umfangreiches Netzwerk und ihr Bekanntheitsgrad in der deutschen Gründerszene dar. Sie haben schon bekannte Unternehmen wie StudiVZ, absolventa oder Spreadshirt begleitet. Auch aus der Perspektive des gestaltenden Investors konnte uns Team Europe die vielseitigen Herausforderungen einer Gründung veranschaulichen und dabei auf die wichtigsten Treiber, die Ideenfindung und die Finanzierung eingehen.
Triphunter
In einem eindrucksvollen Büro empfing uns der Co-Gründer Gabriel Graf Matuschka von triphunter.de. Er war ein paar Jahre im Consulting bei IBM tätig und hat bereits ein eigenes Unternehmen gegründet und erfolgreich verkauft.2008 gegründet, ist Triphunter heute der größte Online-Reiseclub Deutschlands. Das junge Unternehmen beschäftigt zurzeit über 10 Mitarbeiter. Das Unternehmen nutz Restposten, überkapazitäten und die Bedarfsplanung großer Reiseveranstalter, um seinen Mitgliedern zu günstigeren Preisen Reiseangebote zu vermitteln. Diese sind individuell und spezifisch auf ihre Zielgruppe angepasst. Jedes Angebot ist eine Woche buchbar und geht vom spontanen Last-Minute-Trip bis zum langfristig geplanten Jahresurlaub. Aber auch Gabriel ging es vielmehr um einen intensiven Austausch und wir kamen erneut schnell ins Gespräch rund um das spannende Thema Gründen.Er gab uns nützliche Tipps aus erster Hand, war offen und begeistert für unsere eigenen Ideen und bat uns sofort seine Hilfe und Unterstützung an.Zusätzlich zeigte er uns, wie er selbst mit Herausforderungen und Problemen im laufe seiner Gründungen umgegangen ist.
Imedo
Samstag ging es erneut zum Domaquaree, um das Start-Up imedo.de zu besuchen.Wir wurden vom Mitgründer Christian Angele empfangen. Imedo ist eine innovative Informationsplattform rund um das Thema Gesundheit. Nutzer können sich kostenlos über Gesundheitsthemen austauschen, den passenden Arzt in ihrer Nähe finden oder sich durch das digitale Gesundheitslexikon klicken. Das vor 2 Jahren gegründete Start-Up beschäftigt bereits über 25 Mitarbeiter und hat sich für die Zukunft hohe Ziele gesteckt: “imedo ist 2012 Europas größtes Gesundheitsportal.” Die kreativen Mitarbeiter arbeiten zielstrebig am zukünftigen Erfolg des Unternehmens. Kontinuierlich werden neue Apllikationen und Features entwickelt, um das Portal zu ergänzen und zu verbessern. Neustes Projekt ist ein Gesundheitschannel, in dem ein Arzt täglich den Nutzern ein medizinisches Thema näher bringt.Christian teilte mit uns auch seine Gründererfahrung und ging vor allem auf das Thema Projektmanagement ein. Dabei hatte er viele interessante Praxistipps und scheute auch nicht vor Selbstkritik. Schließlich zeigte uns eine Praktikantin, wie sie das Start-Up aus ihrer Sicht erlebt.
Betterplace.org
Wir hatten auch eine Verabredung mit Joana Breidenbach, der Mitgründerin von betterplace.org. Betterplace.org ist eine Internetplattform, die es weltweit jedem Menschen ermöglicht Hilfsprojekte zu realisieren oder für diese Unterstützung zu finden. Betterplace möchte Projekte transparenter machen. Die Nutzer können effektiv und individuell spenden. Im Gegensatz zu den großen, etablierten Hilfsorganisationen gibt betterplace.org 100% des gespendeten Geldes an die Projekte weiter. Jeder Nutzer kann Projekte bewerten und kommentieren, sodass bekannt wird, wofür das gespendete Geld eingesetzt wird. Die laufenden Kosten werden über Direktspenden an die Stiftung, so wie durch Einnahmen aus CSR-Partnerschaften mit großen internationalen Konzernen wie Daimler oder capgemini gedeckt. Zudem gibt es viele Features einer Social-Networking-Seite. Auch wenn es auf den ersten Blick oft langweilig erschient, kann ein non-profit Unternehmen sehr spannend sein. Betterplace.org arbeitet streng gewinnorientiert, nur dass überschüssee direkt reinvestiert und nicht ausgeschüttet werden.
KäuferPortal.de
Zuletzt besuchten wir das Start-Up kaeuferportal.de.Die Unternehmensgeschichte liest sich wie aus einem Gründungslehrbuch: ob Siege bei Business Plan Wettbewerben, Auszeichnung als eines der besten deutschen Start-Ups oder große Artikel in der Wirtschaftswoche und im Handelsblatt, hat kaeuferportal.de schon alles abgeräumt. Die Firma operiert im Business to Business Sektor und versucht große Käufer- und Verkäufer zusammenzubringen. Mit Hilfe eines Produktformulars können Unternehmen und Unternehmer auf Käuferportal die Anforderungen ihres Wunschprodukts bestimmen. Käuferportal vermittelt und verkauft diese Anfragen an die passenden Partnerunternehmen, die dann dem potentiellen Käufer ein Angebot unterbreiten können. Es kommt bei diesem Modell vor allem auf die Qualitätssicherung sowohl auf Verkaufs- als auch Einkaufsseite an.Schnell war klar, dass beide für Ideen Feuer und Flamme waren und sprichwörtlich brannten und mit Begeisterung an der Zukunft ihres Unternehmens arbeiten, welches heute schon über 20 Mitarbeiter beschäftigt. Ende 2009 wollen beide erstmals die Gewinnschwelle überschreiten. Mario und Robin hatten auch aus eigener Erfahrung wertvolle Tipps rund um das Gründen. Unseren Mitgliedern mit bereits konkreten Gründungsideen boten sie prompt ihre Unterstützung an.
Am selben Abend trafen wir uns mit dem Gründer von SchülerVZ und fashionfriends, Oliver Skopec zum Essen. Auch wenn er nur für das Wochenende in Berlin war und aktuell in der Schweiz arbeitet, wollte er sich gerne die Zeit für uns nehmen. Er sprach mit uns über seine Erfahrungen als Entrepreneur und zeigte uns seinen alternativen Lebenslauf, der ihn vom Organisieren einer landesweiten Abiparty über SchülerVZ schließlich zu fashionfriends brachte. Auch er hatte viele Tipps, Ratschläge und wie auch die anderen Gründer ein offenes Ohr für unsere Ideen.
Auf der Heimfahrt am Sonntag gab es ein eindeutiges Fazit: thinc!OnTour FSS 2009 war ein herausragendes Event, das uns außerordentlich viel Wissen vermittelt hat. Wir haben nicht nur einmalige Kontakte geknüpft, sondern auch die Welt des Gründens direkt miterlebt und kennen gelernt.

