thinc! Recap – Founderstream #8 von Jungfeld

Das Produkt Socke emotionalisieren! Das war der Plan von Lucas Pulkert und Maria Pentschev, als sie vor sechs Jahren das Modelabel „von Jungfeld“ gegründet haben.

Mode hat immer etwas mit Emotionen zu tun, so Lucas, und diese spiegeln sich in der Marke wider. Marken gibt es wie Sand am Meer, aber nicht für Socken. Zumindest zum Gründungszeitpunkt von Lucas und Maria. Das wollten die beiden ändern und haben mit den knallbunten „von Jungfeld“-Socken echte Hingucker kreiert. Abgesehen von ausgefallenen Mustern zeichnet die „von Jungfeld“-Socken hohe Qualität und ein nachhaltiger Produktionsprozess aus. Nicht umsonst ist „von Jungfeld“ mittlerweile im Retail weit verbreitet und verzeichnet über 640 Verkaufspunkte. 

Das Label etabliert, die Zahlen stiegen, Anfang 2020 lief hervorragend und dann kam COVID-19. Wie jedes Unternehmen, traf die Krise das Startup zunächst hart. Und doch ließen sich die jungen  Unternehmer nicht einschüchtern, sondern agierten schnell und innovativ, indem sie innerhalb von zwei Tagen ihre komplette Produktion auf Masken umstellten. Das hat nichts mit „Krisenhascherei“ zu tun, wie Lucas es bezeichnet, sondern mit ihrem Verantwortungsbewusstsein als Unternehmen gegenüber der Gesellschaft. Style, Qualität und Verantwortung stehen als core values des Startups nämlich bereits seit Gründung.

Könnte ein solcher Switch ebenso schnell in einem großen Konzern geschehen? Lucas hat seine Zweifel, denn in großen Unternehmen herrscht die allgemein bekannte Betriebsblindheit. Trotzdem wachsen Innovationen häufig auch einfach aus einem enormen need heraus und hat „von Jungfeld“ dabei geholfen, finanziell stabil zu bleiben. Von einfachen weißen Masken, von denen mehr als 45.000 über „von Jungfeld“ gespendet wurden, ist das Label mittlerweile auf Fashion-Masken umgestiegen, die sich zu richtigen „signature pieces“ etabliert haben. 

So weit so gut. Trotzdem geht es momentan im Unternehmensalltag manchmal drunter und drüber. Besonders im Startup-Life. Offen diskutiert Lucas mit uns Vor- und Nachteile des Gründens. „In keinem anderen Beruf hast du diese Freiheit, den Raum zur eigenen Gestaltung und vermutlich auch nirgendwo sonst ist die eigene Lernkurve steiler“, argumentiert Lucas. „Auf der anderen Seite trägst du eben auch die volle Verantwortung.“ Das ist in diesen Zeiten besonders spürbar.

Gerade deshalb ist er umso dankbarer für seine Cofounderin und sagt, er könne niemals alleine gründen. Einen Mitgründer an seiner Seite zu haben erlaubt Austausch und Diskussion. Wertbasiert, positiv und nicht persönlich, so Lucas, der sich das Gründen immer schon vorstellen konnte und zusammen mit Maria den Mut gefasst hat. Er rät: „Redet über Ideen. Sucht den Austausch. Dass einer die Idee klaut, kommt sehr selten vor. Und wenn, dann kannst du es vielleicht trotzdem besser.“ Ganz nach dem Motto: Don’t plan, try it out. 

Der goldenste der goldenen Tipps: Das Gründen nicht als Kompensation für etwas sehen. Und Toleranz aufbauen. Gründen hat auch viel mit Scheitern zu tun.

Und doch betont Lucas, es gebe so viele verschiedene Wege zu gründen, erfolgreich zu sein, zufrieden zu sein. Jeder wird seinen Weg finden.

https://www.youtube.com/watch?v=lCmKp06S4j4

thinc! Recap – Founderstream #7 ChillChoc

„Guter Geschmack lässt sich nicht downloaden“, so Dave Tjiok, Co-Founder von ChillChoc, der mit seinem Hanf-Kakao nicht nur Entspannung, sondern auch sozialen Impact und Nachhaltigkeit ins Leben seiner Kunden bringen möchte. 

Probieren, andere probieren lassen, Hauptsache Testen! Kommt mein Produkt bei meinen potenziellen Kunden an? Wer sind diese Kunden überhaupt? „Das Produkt allein reicht noch nicht. Das Wichtigste sind der Kunde und seine Bedürfnisse“, verrät uns Dave. Am hilfreichsten sei immer noch knallhartes Feedback.

Auch im Team kann und soll Kritik geübt werden. Dabei sollte Feedback natürlich sachlich gehalten werden. Diese Reflektionskultur schätzt Dave besonders bei ChillChoc. Auch Achtsamkeit sei ein wichtiges Thema bei ihnen im Team. Am besten sei ein Team mit unterschiedlichen Charakteren, die aus verschiedenen Bereichen oder Branchen kommen, damit jeder mit seiner Expertise etwas zum großen Ganzen beitragen kann.

Seine Golden Rule für uns: „Legt los! Probiert aus!“ Was sonst? Er weist auf diverse Stipendien und Finanzierungsprogramme hin, bei denen man sich schon frühzeitig Unterstützung holen kann und sollte, zum Beispiel durch begleitende Workshops und Mentoring-Programme. Besonders beim Thema Nachhaltigkeit gibt es unglaublich viele Angebote, verrät Dave. 

Das Thema Nachhaltigkeit ist in seinem Start-Up sowieso von Grund auf verankert. Nicht nur der Kakao ChillChoc selbst ist nachhaltig und ressourcenschonend hergestellt, das Start-Up fördert auch Projekte zur Bodenverbesserung und Wiederaufforstung in den Anbauländern des Kakaos.

Wenn ihr den letzten Founderstream verpasst habt oder jetzt Lust auf ChillChoc bekommen, dann schaut auf unserem Youtube-Kanal vorbei. Dort verrät Dave unter anderem, wie man sein Produkt in die Supermärkte bringt, vor welchen Herausforderungen ChillChoc aktuell steht und was seine Lieblingssorte Hanf-Kakao ist … „ein Sonnenaufgang im Rachen.“

https://www.youtube.com/watch?v=O9tBL4vk7Nw

thinc! Recap – Founderstream #6 The Hackathon Company

Seid darauf vorbereitet, viele Entscheidungen in kurzer Zeit treffen zu müssen! Sei es operativ, strategisch, personell oder krisenbedingt. Eine Unternehmensgründung ist kognitiv extrem anstrengend. Wichtig sei eine gute Priorisierung, so Oliver Brümmer im #6 Foundertalk am 29.04.2020.

Statt eines Tipps hat uns der Gründer von „The Hackathon Company“ gleich eine Menge goldener Regeln zum Gründen mitgegeben. Außerdem hat er uns einen spannenden Einblick in seine Arbeit beim Hackathon #EUvsVirus gegeben. „The Hackathon Company“ hat hier mit anderen nationalen Kuratoren den ersten pan-europäischen virtuellen Hackathon auf die Beine gestellt. 

Recap: Was ist überhaupt ein Hackathon? 

Oliver bezeichnet es als Design-Sprint, für den Menschen unterschiedlicher Disziplinen zusammentreffen, um digitale Lösungen für aktuelle Problemstellungen zu finden. Hackathons sind also nicht nur etwas für Informatiker, sondern für alle kreativen und innovativen Köpfe da draußen. In 72 Stunden werden im „Schnellkochtopf“, wie Oliver es ausdrückt, smarte Ideen produziert. 

Im Falle des #EUvsVirus mit Erfolg: allein aus Deutschland habe es über 2.500 Einsendungen gegeben. Nun werden über 400 Juroren entscheiden, welches dieser Konzepte echtes Potenzial hat.

Wie geht es nun für „The Hackathon Company“ weiter? 

Oliver plant, seine Heimat, die Rhein-Neckar-Region, zu einem der Gründer-Hotspots Deutschlands zu machen. Nicht nur die Landschaft, die Weinfeste und das Lebensgefühl, auch die hier ansässigen großen Player machen die Region, seiner Meinung nach, zu einem äußerst attraktiven Standort, dessen Potenzial es noch auszuschöpfen gilt. Ein erster Schritt ist die „Foundry“, die Ideen-Gießerei, die Oliver zusammen mit seinem Team anvisiert. 

Du möchtest mehr über Olivers Ideen und seine Rolle im Hackathon #EUvsVirus, dann kannst du dir hier https://www.youtube.com/watch?v=Tfhuv2j3hgY den #6 Foundertalk noch einmal anschauen! 

thinc! goes Berlin 2020

10 Jahre thinc! on tour 🐻

Berlin. Zum zehnten Mal infolge ist thinc! dabei, eine Woche lang die Gründerhauptstadt Deutschlands zu erkunden.

Thinc! e.V. – die Initiative für Unternehmertum und Entrepreneurship an der Universität Mannheim; 2004 gegründet zählen wir heute über 150 Mitglieder. Nur im Vorlesungssaal zu sitzen und Theorie zu pauken reicht uns nicht. Wir wollen machen!

Gründungsbegeistert wie wir sind, gibt es kaum eine bessere Möglichkeit, mit der Szene vertraut zu werden, als direkt einzutauchen. 27 Startups in 5 Tagen, 45 „Thincler“ und „Thinclerinas“. Ein toughes Programm, vielfältig und branchenübergreifend. Von einer einzigen Idee, über boomende Startups bis zu Zalando mit seinen 14.000 Mitarbeiter haben wir auf unserer Tour alles sehen und erleben können. Mit offenen Armen und beeindruckenden Präsentationen wurden wir im Berliner Startup-Ecosystem empfangen von:

  • Kultur und Sprache: Babbel, Gründerszene, Chatterbug
  • Logistik und Ausstattung: Lufthansa Innovation Hub, FreightHub, Lendis
  • Software und Künstliche Intelligenz: Zenloop, Join, Merantix
  • Venture Capital: Redstone, Upvest, Earlybird, Holtzbrinck Ventures
  • Finanzen und Steuern: Smava, Bitwala, Taxfix, Vantik
  • Gastronomie: Caterwings, Gewürzkampagne
  • Reselling: Watchmaster, Auto1
  • Tourismus: Cosi, Tourlane, Omio
  • Sonstiges: Como, BigRep GmbH, DeinKinderwunsch

Der Besuch sah bei jedem Startup ganz unterschiedlich aus. Bei Taxfix, die mithilfe einer App die eigene Steuererklärung fix erledigen, haben wir zum Beispiel eine klassische Case-Study bearbeitet. Auch Zenloop, eine Software zur Verbesserung des Kundenfeedbacks, hat uns eigene Ideen zur Frage, an welchen Stellen man Kundenfeedback abfragen könnte, präsentieren lassen. Babbel dagegen hat uns eine ganze Office-Tour gegeben und uns wichtige Köpfe des Unternehmens vorgestellt.

Eine lockere Arbeitsatmosphäre und ein junges, hochmotiviertes Team, das uns gerne alle Fragen beantwortet hat, war gemeinsames Merkmal aller Unternehmen, die wir besucht haben.

Am interessantesten für uns waren natürlich die Startups, bei denen wir die Gründer persönlich treffen konnten. Das war zum Beispiel bei Como der Fall, einer Werbeagentur, die auf „instagramable influencer“ setzt. Bei Pizza und guter Laune erzählte uns Founder Sascha Firtina in dem hippen Berliner Loft-Büro von seinem Werdegang und betonte, wie wichtig es sei, einen Mentor zu haben. Auch mit dem Gründer von Chatterbug, einer Sprach-App mit Online-Tutorien, durften wir persönlich sprechen und löcherten ihn mit Fragen. Wie hast du deinen Co-Founder gefunden? Wie geht man auf Investoren zu? In welcher Sprache programmiert ihr? Denn mal ehrlich: Wer hat schon mal die Möglichkeit, dem Gründer eines Unternehmens gegenüberzustehen, das für Milliarden verkauft wurde, und der uns nun über den Dächern Berlins ein Bier anbietet? Scott Chacons Antwort auf die Frage, ob man bei einem Millionen-Funding zu unnötige Ausgaben verleitet werden könnte: „At Github we spent 50,000 $ on an 8 meter high bronze statue of our octocat. But it was awesome!“

Eine weitere Lektion: man muss nicht unbedingt eine bahnbrechende neue Idee haben. Christian Gaiser von Cosi ist der Meinung, dass auch Second Mover zu sein super Chancen bedeuten kann. Am besten also nicht zu lange zögern, sondern einfach machen. Auch Björn von Zenloop bestärkt uns darin und rät uns, das Risiko nicht zu überschätzen. Am Ende des Tages, seien es die Wagnis-Kapitalgeber, die wirklich etwas zu verlieren hätten.

Input, Input, Input. Die Köpfe voller eigener Ideen und Inspirationen ging es zurück nach Mannheim, angespornt durch die wertvollen Tipps und Tricks der Gründer aus erster Hand.

10 Goldene Regeln für’s Gründen:

  1. Gründe nicht um des Gründens willen, sondern weil du einen Mehrwert schaffen willst. (Babbel)
  2. Sammle Erfahrungen durch Praktika. (Merantix)
  3. Co-Founder: Finde den richtigen Partner und die richtigen Leute, die für dich arbeiten. (Taxfix)
  4. Hole dir jemanden mit ins Boot, der Expertise in der Branche hat, in die du gehen willst. (Holtzbrinck Ventures)
  5. Baue dir Netzwerke auf. (Gründerszene)
  6. Stehe über 100% hinter der Idee. (Gründerszene)
  7. Benutze dein eigenes Produkt. (Chatterbug)
  8. Überschätze das Risiko nicht und hole dir so früh wie möglich Feedback. (Smava)
  9. Hab Geduld und zeige Frustrationstoleranz. (COSI)
  10. Hands-on: Just do it!

Du möchtest mehr über das Gründen erfahren, findest Startups interessant und möchtest nächstes Jahr mit nach Berlin? Dann komm doch einfach bei einer unserer Mittwochssitzungen vorbei. bei offenen Fragen melde dich gerne unter info@thinc.de oder schreib uns auf Instagram oder Facebook.

Hier geht es zum Aftermovie!


Wir freuen uns auf dich!💪🏼💙

Co-Founder Factory

Co-Founder Workshop

Der Workshop
… bringt gründungsinteressierte Studierende zusammen. In einer interdisziplinären Gruppe bewältigst du einen Tag lang spannende Aufgaben. Dabei lernst du alles über das Thema MBTI (Myers-Briggs Type Indicator) und auf was du bei der Zusammenstellung deines Gründerteams achten solltest!

Die thinc!-Factory
… ist deine Möglichkeit, Gründungs-Themen hands on zu bearbeiten und von erfahrenen GründerInnen zu lernen!
Unser gemeinsames Ziel:
Erste Gründungserfahrungen sammeln, ohne selbst Gründen zu müssen.

Die Afterparty
… findet gemeinsam mit Cofounderspace im MAFINEX statt. Bei Essen und Trinken starten wir also direkt die erste Teambuilding-Maßnahme. Für Verpflegung während der Factory ist natürlich auch gesorgt.

StartUp-Crawl 2019

Unser dritter legendärer Startup Crawl hat Anfang November 2019 stattgefunden!

Am 08. November sind wir durch Mannheim und Heidelberg gezogen, um uns in cooler Runde mit Gründern und Mitarbeitern verschiedenster Startups über Erfahrungen, Motivation und Interessen auszutauschen und einen Einblick in deren Unternehmen bekommen zu können. Wir sind dabei in Gruppen von ca. 10 von StartUp zu StartUp gezogen. Anschließend hatte wir ein tolles Get-together im Mafinex und jede Gruppe hat einen Schrottpitch gehalten! Den Abend haben wir dann bei Pizza und Bier gemütlich ausklingen lassen.

Insgesamt haben die 90 Teilnehmer an einem Tag 27 Unternehmen und Gründerzentren besucht!

Noch nicht überzeugt? Schau dir unser Aftermovie an!

Workshop: Rapid Scaling Internationally

Internationalisierungs-Workshop by zenloop

Neue Märkte bedeuten neue Chancen und Wachstum, aber gleichzeitig auch neue Risiken und Herausforderungen. Hier ist es wichtig eine geeignete Strategie zu entwickeln, um die im Businessplan definierten Wachstums- & Expansionsziele zu erreichen. 

Und genau hier kommst du ins Spiel!

Denn in diesem Workshop hast du die Möglichkeit gemeinsam mit Paul (ehemaliger Bain & Company Berater, sowie Mitgründer von flaconi und zenloop) eine Markteintrittsstrategie für die Internationalisierung von zenloop zu entwickeln. 

Abgerundet wird der Tag mit einem Founder’s Talk und Get-together mit Paul ab 19:00 Uhr.

BASF Management Consulting Case Workshop

What can you expect?
Explore BASF´s history and product portfolio in their Visitor Center, then discover the world of Inhouse Management Consulting! You will solve a business case related to New Business Creation and will get the chance to socialize with colleagues and exchange ideas afterwards in the evening.

Who are we looking for?
Entrepreneurial and structured thin(c)ers keen to drive business transformations and with interest for Management Consulting, ideally in their Master or late Bachelor studies.

When and where?
Thursday, 2nd of May 2019, 11:30 a.m. – 09:00 p.m.
BASF Visitor Center, Ludwigshafen

Interested?
Then please send your CV and an optional motivation letter to basf@thinc.de until Friday, 19th of April 2019!